Das Aus für Dawanda




Heute habe ich erfahren, dass es Dawanda bald nicht mehr geben wird. Genau genommen wird der Dienst am 30. August 2018 abgestellt.  Für mich war das ein großer Schock, denn das habe ich nun wirklich nicht erwartet. Es gibt Dawanda schon so lange (wie ich erstaunlicherweise herausgefunden habe schon seit 12 Jahren!) und dass ein Unternehmen keine schwarzen Zahlen verzeichnen konnte, konnte ich mir einfach nicht vorstellen.

Angeblich hat das Unternehmen zu viel in Werbungskosten investiert und hat zu intensiv versucht, die Marktführerschaft anzustreben. Ich frage mich tatsächlich, ob sie nicht falsch gewirtschaftet haben und in inkompetente Marketing Leuten investiert haben.

Nun, ich stecke nicht in Dawandas Schuhe und möchte mir nicht anmaßen, warum es schieflief.

Ich habe auf Dawanda einiges verkaufen können und mochte die Plattform, denn sie wirkte professionell und man konnte vieles machen. Vor allem war es auch eine sehr gute Alternative zu Etsy, wenn man seine Unikate eher in Deutschland oder Europa verkaufen wollte. Schade, dass es sie nun nicht mehr geben wird.


Ich habe einen Shop bei Dawanda, was soll ich nun tun?

Eines liegt ganz klar auf der Hand: stellt keine Artikel mehr in Dawanda ein. Ich denke, wenn der 30. August 2018 gekommen ist, dann wird alles gelöscht werden. Von daher belasse ich meine Artikel dort. Dann erspare ich mir die manuelle Löschung.

Und wenn es doch noch passiert, dass jemand das Unternehmen aufkauft, dann müsst Ihr nicht komplett von vorne anfangen. Es besteht das Gerücht, dass eventuell Etsy Dawanda aufkauft, aber andere wiederum sagen, dass Dawanda zu klein und uninteressant sein könnte.

Wo kann ich sonst verkaufen?

Option 1: Etsy

Natürlich steht ganz oben auf meiner Liste Etsy. Ich habe dort auch seit ein paar Monaten einen Shop und kann nicht klagen. Natürlich verlangt Etsy für seine Dienstleistungen ebenfalls Gebühren, aber die werdet Ihr überall haben. Bis vor kurzem war Etsy gebührenmäßig günstiger als Dawanda, aber auch hier werden Erhöhungen angekündigt. Bisher wurden beispielsweise auf Versandkosten keine Provision erhoben, aber bald wird das geschehen. Dies ist nur einer der kommenden Änderungen. Aber Etsy ist halt ein Riese und der bekannteste Anbieter im Handmade- Markt. Das kann man gut für sich nutzen.

Wenn Ihr auf meinen Link klickt, dann kann jeder von uns 40 Artikel kostenlos einstellen: hier lang. Das wäre doch einmal ein guter Start auf Etsy.

Option 2: Eigene Website

Auch wenn sich dies beängstigend anhört, ist es doch die beste Alternative. Natürlich ist dies mit sehr viel Arbeit verbunden, aber neben all den Plattformen finde ich, sollte man dringend einen eigenen Onlineshop haben, den man komplett selbst verwaltet. Also mit Server, Onlineshop aufsetzen etc.

Dies alles hier niederzuschreiben, würde den Rahmen sprengen und es ist besser geeignet für einen separaten Beitrag.

Aber einen Punkt möchte ich erwähnen, warum man sich für Option 2 entscheiden sollte:

Man ist nicht abhängig von den Launen anderer. Keine erhöhten Gebühren alle paar Jahre oder wie in Dawandas Fall der komplette Wegfall der Plattform.

Option 3: Amazon Handmade

Wer kennt ihn nicht? Die Plattform, auf der man alles kaufen kann. Seit kurzem haben sie auch einen Handmade Markt und der scheint gut zu laufen. Ich habe aber keinerlei Erfahrungswerte hier. Ich wollte mich dort bewerben, aber der Bewerbungsprozess (man muss sehr viele Formulare Online ausfüllen) dauerte für mich gefühlt eine halbe Ewigkeit. Laut der Seite sollte es aber nur eine halbe Stunde dauern. Da man sich aber bewerben muss, halte ich das für keine gute Anlaufstelle, wenn man gerade anfängt oder wenn man nicht irgendetwas Besonderes vorweisen kann.