Japan-Tag in Düsseldorf 2016 Review

Zufällig habe ich mitbekommen, dass am 21.05.16 in Düsseldorf der Japan-Tag stattfindet. Ich habe stets etwas davon gehört, war aber bisher nie dagewesen. Dieses Jahr habe ich aber die Chance dazu ergriffen.

Ich bin ein großer Manga/ Anime Fan und Japan ist das Land, in das ich wirklich sehr gerne reisen würde. Von daher habe ich mich riesig auf diese Gelegenheit gefreut.

Das Ergebnis ist allerdings relativ ernüchternd ausgefallen.

Zuerst die Anfahrt

Eine Straßenangabe gab es nicht. Zum Glück konnte man allerdings in Google Maps Japan-Tag eingeben und es sprang tatsächlich ein Beitrag heraus. Da keine genaue Straßenangabe existierte, haben mein Freund und ich es so gehalten, dass wir uns dort irgendwo ein Parkplatz suchen und der Menschenmenge folgen. Die Parkplatzsuche in Düsseldorf ist eine echte Challenge….glücklicherweise haben wir aber ein Parkhaus mit freien Plätzen finden können. Die Preise waren echte Wucher. 2,50 €pro Stunde. Aber gut, in einer Großstadt und gerade in Düsseldorf ist das kein Wunder.

Keine Beschilderung zum Festival

Was mir wirklich negativ aufgefallen ist: der Japan-Tag wurde nicht ausgeschildert. Wir sind Cosplayern hinterher gelaufen, in der Hoffnung, dass sie wie wir ebenfalls das Festival suchen. Nach mehrmaligen Anläufen haben wir es aber endlich zum Festival geschafft….dank Google Maps. Am Rhein fand das Festival statt. Der Boden war nicht gepflastert. Der Sand trieb einem oder anderem schon Tränen in die Augen.

Die Stände auf dem Festival

Ich hatte den Eindruck gehabt, dass die Hälfte der Stände aus Manga/ Anime und Merchandise bestand. Dort war der Andrang sehr hoch, sodass es teilweise lange Warteschlangen gab. Irgendwann endete der Manga/ Anime Stand und es kamen Zelte über Japan, ihre Kultur, Vorstellung von Origami oder ein Zelt, wo man sich gegen Entgelt einen Kimono anziehen konnte. Am Ende gab es auch einige Stände mit typisch japanischen Speisen.

Zu hohe Erwartungen

Ich persönlich war enttäuscht. Ich habe nämlich eine andere Vorstellung vom Japan-Tag gehabt. Dass es mehr Infostände gibt über Traditionen wie Teetrinken, Rituale, Schwertkunst etc. Ich hatte nämlich das Gefühl gehabt, auf einer Manga-Messe zu sein. Ich schau mir auch gerne Merchandise an, aber diese Sachen bekommt man in Düsseldorf im Japan-Viertel auch so. Dafür braucht man nicht so ein Festival.

Zudem finde ich, dass die Zelte von der Thematik her anders aufgestellt werden müssen. Das erste drittel bestand wie gesagt aus Manga/ Anime und danach folgten die sachlicheren Zelte. Es wäre evtl. besser gewesen, wenn ein Manga/ Anime Zelt und dann ein Infostand kommen würde. Teilweise hat es sich ja echt gestaut, weil alle Figuren oder Plüschis kaufen wollten. An den Infoständen war es deutlicher weniger.

Essenstechnisch war ich auch nicht so begeistert gewesen. Sushi, Mochis, gebratene Nudel etc sind alles Gerichte, die man bereits kennt und die man fast überall in Düsseldorf findet. Ich dachte, auf so einem Festival würden besondere Speisen aus Japan vorgestellt werden.

Ich bin froh, das einmal mitgemacht zu haben, aber das ist leider kein Event, das ich noch einmal besuchen würde.

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*